Alkmaion
Steckbrief
Name
Alkmaion = griechisch
Alcmaeo = lateinisch
Alkmaion = Deutsch
Geburts.- und Todesjahr
* 6. Jhd. v. Chr. in Kroton - Italien (Einst griechische Kolonie).
† 6. Jhd. v. Chr.
Eltern
Vater: Perithoos
Mutter: ?
Allgemeines

Alkmaion, der Sohn des Perithoos, ist im 6 Jhd. vor Christus in Kroton, damals eine griechische Kolonie in Italien, geboren. Er wird zu den großen Naturphilosophen gezählt, die sich auch mit der Heilkunde beschäftigten. Alkmaion wird bereits in der Antike zu den Pythagoreern gezählt, obwohl er nicht mit allen Lehren der Pythagoreern einverstanden war. Die Pythagoreer lehren, dass die Dinge des menschlichen Seins immer in gegensätzlichen Paaren auftreten und es zehn Stück seien.

  1. Begrenztes und Unbegrenztes
  2. Gerades und Ungerades
  3. Einheit und Vielfalt
  4. Rechtes und Linkes
  5. Männliches und Weibliches
  6. Ruhendes und Bewegtes
  7. Gerades und Krummes
  8. Licht und Finsternis
  9. Gutes und Böses
  10. gleichseitiges Viereck und ungleichseitiges Viereck

Alkmaion legt sich hierbei nicht auf eine bestimmte Menge und Art fest. Er spricht vielmehr von einer gegensätzlichen Zweisamkeit willkürlicher Dinge, wie zum Beispiel: weiß schwarz, süß bitter, gut böse, klein groß. Er bekräftigt aber, dass diese in einem Gleichgewicht stehen müssen, also in Harmonie zueinander, damit ein Mensch gesund sein kann. Das Übergewicht des einen oder anderen führt laut Alkmaion zwangsweise zur Erkrankung. Diese Auffassung der Harmonie und die Lehre des Empedokles werden später zur Humorallehre bzw. Säftelehre verschmelzen. Auch teilte Alkmaion mit den Pythagoreern die Meinung, dass; die Seele unsterblich sei und fügte hinzu, dass sie wie die Sonne umherwandert und unsterblich sei. Er entdeckte bei Tiersektionen Nervenbahnen, die im Gehirn endeten und erklärte aufgrund dieser Beobachtungen das Gehirn zum zentralen Organ. Auch beschreibt er uns die Funktion des Auges, indem er sagt, dass der Glaskörper des Auges ein Spiegel sei, der die auf ihm spiegelnden Dinge über "lichtbringenden Wege", also Nerven, in das Gehirn leite. Alkmaion vertritt die Meinung, dass alle Sinne und deren Wahrnehmung mit dem Gehirn zusammenhängen. Das erkenne man an der gestörten Wahrnehmung, wenn das Gehirn erschüttert werde und seine Lage verändere. In Bezug auf das Denken unterscheidet er zwischen den Menschen und den anderen Lebewesen. Seiner Meinung nach, kann nur der Mensch verstehen, also denken, was die anderen Lebewesen nicht können.

Von Alkaion selbst sind keine Originaltexte auf uns überkommen, aber viele später geschriebene Zitate, wie zum Beispiel von Diogenes und Aristoteles. Er soll aber mindestens ein Werk geschrieben haben, "Über die Natur". Mit seinen Lehren soll er auch die koische und knidische Ärzteschulen stark beeinflusst haben.

Zurück

Immer auf dem Laufenden bei "www.Antike-Heilkunde.de" mit dem RSS-Newsfeed News-Feed
© V.3.0.1 12.05.2012 O. Teske - Seitenaufrufe: 3648

Valid HTML 4.01 Transitional